KITA

Unsere Kindertages­einrichtungen

Evangelische Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Münster haben den Anspruch, neue Erkenntnisse mit bewährten Erfahrungen zu Bildungsfragen für Kinder von 0 bis 6 Jahren in die jeweilige Praxis umzusetzen.

Jedes Kind hat seinen eigenen Weg ins Leben. Deshalb brauchen Kinder Erwachsene, die ihnen Vertrauen schenken für unterschiedliche Zeiten ihrer Reifung, und sichere Orte, in denen ihre Grenzen sensibel geachtet werden.

Die Förderung des Kindes zu einer „eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ ist unser Auftrag. Dabei ist für uns die Selbstbildungsfähigkeit der Kinder die Grundlage. Verlässliche Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen und eine anregungsreiche Umgebung fordern Kinder auf, interessengeleitet ihre Themen auf eigenen Wegen und Umwegen zu erforschen.

Eine wertschätzende und einfühlsame Haltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Einrichtungen mit den Eltern unserer Kinder ist uns eine Selbstverständlichkeit und eine Bedingung für die gelingende Entwicklung des einzelnen Kindes.

Evangelisch sind wir in unserem Vertrauen auf Gottes Liebe für alle Menschen. Sie stellt uns mit Jesus Christus ein Kind in die Mitte unserer Lebensbemühungen. Dieser Glaube lässt uns das Gottvertrauen und die Lebenszuversicht eines Kindes achten und fördern.

Die Zeit, die Kinder in einer Einrichtung verbringen, ist prägend. Dies verlangt von uns eine transparente Selbstorientierung, die in unserem Leitbild formuliert ist.

Für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres pädagogischen Handelns ist das Qualitätsmanagementsystem BETA verbindlich eingeführt. Alle Einrichtungen sind mit dem Ev. Gütesiegel BETA qualifiziert.

Die Qualitätsentwicklung und -sicherung in Kindertages­einrichtungen

Die Qualitätssicherung der Kindertageseinrichtung ist für Träger, Leitungen und Mitarbeitende eine gemeinsame Aufgabe, die im Zentrum der Zusammenarbeit steht. Alle Kindertageseinrichtungen erfüllen die Qualitätsanforderungen des Evangelischen Gütesiegel BETA und haben auf der Grundlage des Rahmenhandbuches der Bundesvereinigung evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder ein einrichtungsspezifisches QM-Handbuch erarbeitet. Die Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse werden regelmäßig vom Team der jeweiligen Kindertageseinrichtung evaluiert und alle fünf Jahre durch einen externen Auditor rezertifiziert.

Die Leitbegriffe unseres Qualitätsmanagementsystems lauten Ermutigung, Anregung und Akzeptanz. Als Träger ermutigen wir Leitungen und Fachkräfte, ziel- und handlungsorientiert die pädagogische Arbeit in ihren Kindertageseinrichtungen weiter zu entwickeln. Wir geben Ihnen Anregungen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, von dem die Eltern, vor allem aber die Kinder profitieren und hoffen, dass Akzeptanz und Wertschätzung allen Beteiligten gegenüber als handlungsleitende Werte evangelischer Kindertageseinrichtung das Profil stärken.

Trägerverbund der Tages­einrichtungen

Der Ev. Kirchenkreis Münster ist Träger von 23 Kindertageseinrichtungen.

Mit dem Zusammenschluss im Trägerverbund der Tageseinrichtungen für Kinder nehmen die Kirchengemeinden die Herausforderungen des Kinderbildungsgesetzes NRW (KiBiz) auf. Ziel ist die bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen, das gemeinsame wirtschaftliche Handeln sowie die politische Vertretung der Interessen evangelischer Kindertageseinrichtungen.

Alle Kindertageseinrichtungen gehören zu einer Kirchengemeinde und gestalten das Gemeindeleben mit. Gemeinsam mit Pfarrerinnen und Pfarrern, Presbyterinnen und Presbytern engagieren sie sich für Kinder und Familien.

Ein Leitungsausschuss, gewählt von der Synode des Ev. Kirchenkreises Münster, ist zuständig für Grundsatzfragen, Personal und Finanzen. In ihm arbeiten mit Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden, Menschen aus den Kindertageseinrichtungen und der Verwaltung des Ev. Kirchenkreises Münster. Die Geschäfte führt Frau Sabine Busch.

Die 24 Kindertages­einrichtungen im Ev. Kirchenkreis Münster bieten insgesamt 1.650 Plätze für Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt an.

Die Betreuungszeiten variieren zwischen 25, 35 und 45 Stunden und werden jährlich nach einer Bedarfsabfrage und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten festgelegt.

Unser Leitbild – Unterwegs mit Kindern und ihren Familien

Wir haben Gottes Spuren festgestellt auf unsern Menschenstraßen … Gott wird auch unsere Wege gehen, uns durch das Leben tragen ♫

Mit seinen Kindertageseinrichtungen übernimmt der Ev. Kirchenkreis Münster gesellschaftliche Verantwortung für Kinder. Als Kindertageseinrichtungen sind wir unterwegs mit Kindern und ihren Familien.

Wir begegnen als evangelische Gemeinschaft anderen Konfessionen und Wertvorstellungen, auch anderen Weltreligionen aufgeschlossen, achtsam und interessiert.

Wir begleiten und unterstützen Familien mit Herz und Fachkompetenz und nehmen ihre Besonderheiten wahr.

Wir sind ein Haus für Kinder und geben ihnen mit all ihren Rechten Raum und Zeit, Bildung mit Freude zu erleben.

Unser Profil spiegelt sich in der Vielfalt der unterschiedlichen Konzeptionen der Einrichtungen wider.*

Kindertagseinrichtungen sind Teil der Kirchengemeinde und ein Begegnungsort für alle Generationen. 

* Die unterschiedlichen Profile ergeben sich aus der verschiedenen Verbundenheit und Betonung von Handlungsräumen wie: Achtsamkeit, Dankbarkeit, Ermutigung, Freiheit, Freundlichkeit, Gerechtigkeit, Gehaltensein in Gottes Hand, Glauben, Mitgefühl, Respekt, Toleranz, Versöhnung, Vertrauen

Die angegebenen Lieder finden sich im Evangelischen Gesangbuch (EG):
EG 648 Wir haben Gottes Spuren festgestellt
EG 503 Geh aus mein Herz
EG 209 Ich möcht’, dass einer mit mir geht
EG 395 Vertraut den neuen Wegen

♫ Geh aus mein Herz und suche Freud ♫

Wir orientieren uns am christlichen Menschenbild. Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes. Seiner Einzigartigkeit gilt die bedingungslose Liebe Gottes. Wir stehen für das Recht der Kinder auf Schutz und Fürsorge ein.

Unser Engagement ist von einer christlichen Lebenshaltung bestimmt. Wir begleiten Kinder in ihren individuellen Lebenssituationen.

Jedes Kind hat ein Recht auf Religion.

In einer anregungsreichen Umgebung und mit dem Vertrauen in seine Selbstbildungspotentiale ist das Kind Akteur seiner Entwicklung.

Wir begegnen jedem Kind auf Augenhöhe und sehen uns gleichermaßen als Lernende und Lehrende. Die Bedürfnisse jedes Kindes nehmen wir wahr, stehen ihm wertschätzend zur Seite und geben die erfahrene Liebe Gottes weiter.

Die Auseinandersetzung mit den Rechten der Kinder und die Beachtung der einrichtungsbezogenen Schutzkonzepte sind Handlungsleitlinie unserer pädagogischen Arbeit.

♫ Ich möcht’ , dass einer mit mir geht … der auch im Schweren zu mir steht …der`s Leben kennt und mich versteht ♫ 

Wir begegnen Eltern als Experten ihrer Kinder und arbeiten im Sinne einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zum Wohle ihrer Kinder vertrauensvoll mit ihnen zusammen.

Wir schaffen verlässliche Betreuungsangebote und ermöglichen damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Wir nehmen die Bedürfnisse und auch Sorgen aller Familien wahr und unterstützen sie bei der Suche nach Lösungen.

Wir sind ein Ort, an dem Gemeinschaft erfahren und Lernen mit allen Sinnen ermöglicht wird.

Das Leben und Feiern in unseren Kindertageseinrichtungen eröffnet Familien einen Zugang in die christliche Gemeinde. 

♫ Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt. ♫ 

Wir entfalten unsere Qualifikationen und Kompetenzen in einer respektvollen Atmosphäre.

Wir verstehen unsere Zusammenarbeit im Team als einen dynamischen Prozess, der fachliche Auseinandersetzung und Weiterentwicklung ermöglicht.

Wir qualifizieren uns für unsere Arbeit durch regelmäßige Fort- und Weiterbildung, professionelle Beratung und Supervision.

Die Leitung verantwortet die Führung des Teams, die Qualitätssicherung der Einrichtung und die Zusammenarbeit mit dem Träger.

Wir kooperieren mit anderen Initiativen und Institutionen im sozialen Umfeld und erweitern unseren fachlichen Einsatz für Kinder.

Gelebte Inklusion

In unseren evangelischen Kindertageseinrichtung schaffen wir vielfältige Begegnungs- und Erfahrungsmöglichkeiten und sichern durch unsere inklusionspädagogische Konzeption die Teilhabechancen aller Kinder. Die Unterschiedlichkeit von Menschen wird als Vielfalt und Bereicherung verstanden. Mit Blick auf die pädagogische Arbeit nehmen wir eine vorurteils- bewusste Haltung ein und zeigen uns sensibilisiert für die Verantwortung zur Anerkennung von Unterschiedlichkeiten. 

Jede/Jeder in ihrer/seiner Eigenart und trotzdem alle zusammen.

Die evangelischen Kindertageseinrichtungen sind für Kinder ein Lebens- und Lernort, der ihnen Respekt für ihre Besonderheiten entgegenbringt und auch für Besonderheiten anderer Kinder und Familien. 

Erleben Kinder die Kindertageseinrichtung als einen Ort, der vor Ausgrenzung und Abwertung schützt und es niemanden erlaubt, andere herabzuwürdigen oder zu diskriminieren, so lernen sie, Ungerechtigkeiten zu erkennen und sich gemeinsam mit anderen für Gerechtigkeit einzusetzen. 

Uns ist es wichtig, eine Lernumgebung zu schaffen, die zur Teilhabe und Selbstständigkeit verhilft, möglichst frei von Barrieren ist und die Ressourcen jedes Kindes im Blick hat. Ein respektvoller Umgang mit unterschiedlichen und spezifischen Bedürfnissen ist selbstverständlich. In den evangelischen Kindertageseinrichtungen ermöglichen wir ein Leben und Lernen in allen Bereichen, deren Vielfalt durch unterschiedliche Entwicklungsniveaus, unterschiedliche Wahrnehmungsfähigkeiten, unterschiedliche Sprachen, Religionen, Nationalitäten und Kulturen geprägt ist. 

Weitere Informationen finden Sie in den inklusionspädagogischen Konzeptionen der jeweiligen Kindertageseinrichtung.

Was sollen Eltern tun, wenn Sie glauben, ihr Kind hat besondere Bedürfnisse, die in dem Alltag der Kindertageseinrichtung eine besondere Berücksichtigung und Förderung benötigen? 

Wenn Sie, Ihr Kinderarzt oder die Kinderärztin feststellen, Ihr Kind benötigt in bestimmten Entwicklungsbereichen mehr Zeit als andere Kinder, Ihr Kind benötigt besondere Medikamente oder Hilfsmittel, Ihr Kind hört nicht oder weniger gut als andere Kinder, dann macht man sich als Eltern zu Recht Sorgen, ob dies in einer Kindertageseinrichtung aufgefangen werden kann. 

Vereinbaren Sie mit der Leitung der Kindertagesstätte Ihrer Wahl einen Termin, um sich kennenzulernen und Ihr Anliegen zu schildern. Gemeinsam werden Sie prüfen, ob die Kindertagesstätte den Bedürfnissen gerecht werden kann. Wenn Sie dann gemeinsam entscheiden, einen Antrag auf Gewährung von Leistungen zur Förderung von Kindern mit (drohender) Behinderung in inklusiven Kindertageseinrichtungen nach der Verfahrensvereinbarung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu stellen, sind folgende Unterlagen nötig: Ihre Einverständniserklärung, eine Ärztliche Bescheinigung und eventuell weitere Therapeutenberichte (Logopädie, Ergotherapie, Kinderpsychologen…). Die benötigten Formulare liegen der Kindertageseinrichtung vor. Anschließend werden Sie ggf. mit Ihrem Kind in der Kita hospitieren. Auf der Grundlage dieser Beobachtung, der Auswertung ärztlicher und therapeutischer Stellungnahmen und der zusammenfassenden Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstandes wird gemeinsam mit Ihnen ein Teilhabe- und Förderplan erstellt. Es wird geklärt, welcher Förderbedarf besteht, wie dieser realisiert werden soll und wie Teilhabe und soziale Einbindung des Kindes und der Abbau von Barrieren in der Kindertageseinrichtung erreicht und gesichert werden. 

Da dieser Antrag einige Zeit in Anspruch nimmt, ist es zu empfehlen, Ihre Wunscheinrichtung rechtzeitig aufzusuchen. Wenn der Antrag von dem Landschaftsverband bewilligt wird, findet umgehend ein Aufnahmegespräch statt und das Kind wird zu dem beantragten Termin aufgenommen. Das Eingewöhnungsverfahren gestaltet jede Kindertageseinrichtung nach ihrem Konzept.

Näheres zur Fachberatung

Fachberatung für evangelische Kindertageseinrichtungen unterstützt die Einrichtungen und Kirchengemeinden in der
Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Sie leistet einen Transfer zwischen theoretischen Kenntnissen und praktischen Möglichkeiten durch Beratung und Fortbildung.

Die Fachberatung bietet:

  • Beratung zu Fachthemen wie alltagsintegrierte Sprachförderung, Betreuung von Kindern unter drei Jahren, Inklusion, Kindeswohlgefährdung
  • Information über gesetzliche Grundlagen, Verordnungen und
    Richtlinien
  • Organisation und Durchführung von Fortbildungsangeboten
  • Begleitung der Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung
  • Unterstützung bei der Weiterentwicklung und Vernetzung
    verschiedener Angebote für Kinder
  • Mitarbeit in fachpolitischen Gremien
  • Moderation von Entscheidungsprozessen
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