Bielefeld/Westfalen. Doris Damke gehört zu den Frauen, die der Arbeit von Theologinnen in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) nachdrücklich ihren Stempel aufgedrückt haben. Voller Lebensfreude, menschlich zugewandt und immer dem Dienst am Wort Gottes verpflichtet. Am 3. März 2026 ist Damke, die von 1996 bis 2019 als Oberkirchenrätin Mitglied der Kirchenleitung der EKvW war, gestorben. Sie wurde 71 Jahre alt.
Oberkirchenrätin i. R. Doris Damke wurde am 4. November 1954 in Stadthagen/Schaumburg geboren und wuchs dort auf. Ihr Theologiestudium führte sie nach Münster und in die Evangelische Kirche von Westfalen, um Pastorin werden zu können.
Schon im Vikariat, ebenfalls in Münster, wurde ihre besondere Stärke erkannt – ihre Begabung, ihr Sachwissen mit ihrer lebendigen, lebensbejahenden Freundlichkeit zu verbinden. Erste Erfahrungen im Pfarramt sammelte die junge Pastorin in Bottrop im Ruhrgebiet, um nach dem Hilfsdienst zurück ins Münsterland auf die erste Pfarrstelle in Greven zu wechseln.
Nach fünf Jahren im Gemeindepfarramt wurde Doris Damke 1991 zur Landeskirchenrätin der Evangelischen Kirche von Westfalen berufen und 1996 von der Synode als erste Frau zur Oberkirchenrätin hauptamtlich in die Kirchenleitung gewählt. Bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2019 hat sie in diesem Amt an der Leitung unserer Kirche maßgeblich und mit großer Energie mitwirkt.
Doris Damkes Herz schlug für die Diakonie und den missionarischen Dienst der Kirche. Beides gehörte selbstverständlich zusammen. Ebenso hat sie sich als Brückenbauerin um die Gemeinschaft der vielfältigen Frömmigkeitsstile innerhalb der Kirche verdient gemacht. Ihr geistlicher Antrieb, das Evangelium unters Volk zu bringen, wie sie es im Anschluss an Luther formulierte, begründete ihr anhaltendes Engagement für die von Cansteinschen Bibelgesellschaft in Westfalen und die deutsche Bibelgesellschaft.
Unnachahmlich beharrlich, persönlich immer freundlich und zugewandt, verbindlich und verbindend und schließlich mit Erfolg betrieb sie die Vereinigung der Diakonie in Rheinland, Westfalen und Lippe. Als Pastorin im Teampfarramt, als Mitglied im Kreissynodalvorstand Münster und schließlich in Landessynode und Kirchenleitung hat sie dem Dienst der Theologinnen in unserer Kirche Respekt und Anerkennung verschafft. Doris Damke bleibt unvergessen.
Wir sind gewiss, dass Gott, der Fels und Erlöser, sie aufnimmt in sein Reich der Liebe, von dem zu reden, um das zu beten und auf das zu hoffen der Pastorin Doris Damke Auftrag, Ehre und Freude war.
Die Trauerfeier findet am 12. März 2026, 12 Uhr in der Lukaskapelle in Bielefeld (Kampstraße 26) statt. Die Beisetzung erfolgt um 13.30 Uhr auf dem Waldfriedhof Bielefeld-Sennestadt.