« Zurück zur Übersicht

USA verstehen: Digitale Machtmenschen unter der Lupe – neue Online-Vortragsreihe der Frauenhilfe

Seeadler (Vancouver Island and Sunshine Coast) © Karsten Klama/fundus-medien.de

Westfalen. Wie wird aus einem Nerd ein Machtmensch? Und wie kommt es, dass Figuren wie Zuckerberg, Musk und Co. nicht nur gefeiert, sondern zunehmend auch als politische Player ernst genommen werden? Wer kämpft in den USA für Gerechtigkeit? Wie verändern diese Bewegungen die Gesellschaft? „America Goddam“ – so heißt die neue Online-Vortragsreihe der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen. Gemeinsam mit allen Neugierigen nimmt die Kulturwissenschaftlerin Jana Pickette im zweiten Teil der Reihe diese digitalen Heldenbilder unter die Lupe.

Unter dem Titel „Die Nerd-zu-Techbro-Pipeline“ geht es am 18. September von 18:30 bis 20:00 Uhr um den amerikanischen Weg vom Technik-Genie zum selbsternannten Alpha-Typen mit großem Einfluss auf Öffentlichkeit, Demokratie und digitale Machtstrukturen. Ein kritischer, krasser und erkenntnisreicher Abend.

Am 2. Oktober von 18:30 bis 20:00 Uhr beleuchtet die Kulturwissenschaftlerin Jana Pickette im dritten Teil der Reihe gemeinsam mit allen Neugierigen die Geschichte, Dynamiken und Auswirkungen einer religiös aufgeladenen Politik. Unter dem Titel „Christofaschismus und die USA“ widmet sich der Abend den oft übersehenen Verbindungen zwischen rechter Politik und religiösem Fundamentalismus in den vereinigten Staaten – nachdenklich, faktenbasiert und erschütternd.

„Sind Amerikaner dumm?“ Mit dieser provokanten Titel-Frage geht es ans Eingemachte: Kulturwissenschaftlerin Jana Pickette erforscht mit allen Neugierigen am 16. Oktober den weit verbreiteten Anti-Intellektualismus in den USA – und zeigt, wie Bildung, Wissenschaft und Medien dort gezielt geschwächt wurden und werden. Die Referentin beleuchtet im vierten Teil der Reihe zwischen 18:30 und 20:00 Uhr, wie sich Misstrauen gegenüber akademischen Eliten und Fakten über Jahrzehnte verfestigen konnte. Es wird hinterfragt, diskutiert und auch auf die Situation in Deutschland geschaut.

Zum Abschluss der 6-teiligen Reihe geht es am 20. November von 18:30 bis 20:00 Uhr um das, was bleibt: Widerstand, Wandel und die Kraft zivilgesellschaftlicher Bewegungen. Unter dem Titel „The Revolution will not be televised“ – ein Song des afroamerikanischen Künstlers Gil Scott-Heron, das zum Symbol für echten gesellschaftlichen Wandel wurde – blickt die Kulturwissenschaftlerin Jana Pickette gemeinsam mit allen Neugierigen in die Vergangenheit der Protestbewegungen in den Vereinigten Staaten. Sie zeigt auch, wie sich US-Amerikaner*innen heute gegen Ungerechtigkeit organisieren – und was daraus für die Zukunft entstehen kann.

Eingeladen sind alle, die verstehen möchten, was in den USA los ist, die mehr über die Hintergründe der politischen und gesellschaftlichen Situation dort erfahren wollen und die wissen möchten, was das alles auch mit uns in Deutschland zu tun hat.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Information und Anmeldung bei: Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V., Feldmühlenweg 19, 59494 Soest, Telefon: 02921 371-230, E-Mail: , www.frauenhilfe-bildung.de