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Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Münster tagte online – Haushaltsberatungen im Zentrum/Klimaschutz soll gestärkt werden

Superintendent Holger Erdmann leitet vor der Kamera die Synode aus dem Dietrich Bonhoefferhaus in Münster. Foto: Evangelischer Kirchenkreis Münster, David Heuer

Münster/ Im online-Format tagte in dieser Woche die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Münster unter der Leitung von Superintendent Holger Erdmann. Vom heimischen Computer aus waren die knapp 90 Mitglieder mit dem zentralen Sendeort im Dietrich Bonhoefferhaus in Münster verbunden.

Im Zentrum der Synode stand die Beratung und Verabschiedung des kreiskirchlichen Haushalts für das Jahr 2022. Stefan Goedsche, Fachbereichsleiter Haushalt und Finanzen, wies in seiner Einbringung darauf hin, dass das Absinken des Kirchensteueraufkommens in der Corona Krise weniger drastisch ausfallen werde als ursprünglich angenommen. Die große Herausforderung für den Kirchenkreis sei es, mit den Folgen der rückläufigen Mitgliederentwicklung und der damit einhergehenden finanziellen Auswirkung jetzt und in Zukunft umzugehen, so Goedsche.

Der Haushalt für das Jahr 2022 sieht vor, den Kirchengemeinden von den voraussichtlichen Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 14,88 Millionen Euro knapp 8 Millionen Euro zuzuweisen. Sie finanzieren aus ihrem Etat alle Ausgaben inklusive der Pfarrbesoldung. Die Gemeinsamen Gemeindlichen Dienste (Kindertageseinrichtungen, Diakonie Münster, Bildung und Erziehung und Offene Jugendarbeit) erhalten zusammen 2,43 Millionen Euro. Für die Erfüllung seiner gemeindeübergreifenden Aufgaben stehen dem Kirchenkreis knapp 2,7 Millionen Euro zur Verfügung.

In Bezug auf den Klimaschutz verstärkt der Kirchenkreis sein Engagement. Zukünftig werden Gebäudesanierungen gemäß der Höhe der damit erreichten CO2-Einsparung gefördert. Außerdem wurde die kreiskirchliche Leitung beauftragt, die Einrichtung einer Stelle für Klimaschutzmanagement zu prüfen. „Das von Gott geschenkte Leben auf der Erde ist gefährdet wie nie. Deshalb braucht es eine Expertise, die die Gemeinden und den Kirchenkreis beim Entwickeln einer 1,5 Grad kompatiblen Klimaschutzstrategie unterstützt“, betonte Bjarne Thorwesten, Mitglied des Kreissynodalvorstandes, in seiner engagierten Einbringung.

Beschlossen wurde weiterhin, die Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit der Kirchengemeinden durch die Überführung in einen gemeinsamen kreiskirchlichen Verbund zu stärken.

Zahlreiche Wahlen wurden vorgenommen, darunter auch die Wahl des stellvertretenden Assessors. In diese Position wurde Pfr. Dr. Christoph Nooke gewählt, der seit 2020 Pfarrer der Apostelkirchengemeinde in Münster ist.

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